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Chkdsk für den Bootvorgang bei Windows abschalten

7. April 2010 - 12:38 Uhr - Hollywood - Windows 2000, Windows 7, Windows Vista, Windows XP
Besonders nach einem nicht gewollten Neustart, Systemabsturz, kann es unter Umständen vorkommen, dass Windows 7 nach dem Neustart eine Überprüfung der Festplatten beziehungsweise deren Oberfläche durchführen möchte. Dies geschieht in erster Linie zur Erkennung und Reparatur von Fehlern im Dateisystem. Somit können eventuelle Datenverluste, die durch den Betriebssystemabsturz verursacht wurden, vermieden werden. Diese Art der Überprüfung kennen viele sicherlich noch aus den älteren Betriebssystemen, wie Windows Vista oder Windows XP.
 
Wenn man keinen Wert auf diese Art der Überprüfung nach dem Systemneustart legt oder seine Festplatten mit anderweitigen Tools überprüft, kann man diese Methode der Dateisystemüberprüfung vollständig oder nur zum Teil für bestimmte Partitionen abschalten. Dazu muss eine Änderung in der Registry von Windows 7 vorgenommen werden.
 
Als erstes öffnet man die Registry. Am einfachsten geht das, wenn man auf die Start-Schaltfläche in der Taskleiste klickt und im Feld Programme/Dateien durchsuchen im Startmenü regedit eingibt. Im Anschluss noch die Entertaste drücken und die Registry wird gestartet.
 

Teilweises deaktivieren für Laufwerke / Partitionen

Nun navigiert man zum Schlüssel
HKEY_LOCAL_MACHINESYSTEMCurrentControlSetControlSession Manager
und sucht in der rechten Fensterhälfte den Wert BootExecute. Dieser steht standardmäßig auf autocheck autochk *. Mit dem * wird angegeben, dass alle Festplatten und die darauf enthaltenen Partitionen geprüft werden.
 
Möchte man bestimmte Laufwerke / Partitionen von einer Dateisystemprüfung ausnehmen, so gibt man unter dem Wert BootExecute folgendes ein: autocheck autochk /k:Laufwerksbuchstabe. Möchte man zum Beispiel die Partition C: von der Überprüfung ausschließen, so gibt man autocheck autochk /k:C * ein. Mehrere Laufwerke können ebenfalls von der Überprüfung ausgenommen werden, in dem man die Laufwerksbuchstaben wie folgt eingibt: autocheck autochk /k:CD *. Hier werden die Laufwerke beziehungsweise die Partitionen C: und D: von der Dateisystemprüfung ausgenommen. Das Sternchen * sollte man stehen lassen, damit andere Partitionen weiterhin von der Dateisystemprüfung profitieren können.
 

Ändern des Wertes über die Eingabeaufforderung

Man kann diesen Wert in der Registry auch über die Eingabeaufforderung ändern. Dazu öffnet man die Eingabeaufforderung selber und gibt dann für das erste Beispiel chkntfs /x C: ein. Für mehrere Laufwerke, wie im Beispiel zwei, gibt man chkntfs /x C: D: ein.
 

Vollständiges deaktivieren der Dateisystemprüfung

Um die Dateisystemprüfung vollständig für alle Laufwerke und Partitionen abzuschalten beziehungsweise zu deaktivieren, löscht man den Wert BootExecute einfach aus der Registry. Ratsam wäre hier jedoch, dass man vorher eine Sicherung dieses Schlüssels anlegt, so dass man diesen bei Bedarf wieder herstellen kann. Auch sollte man sich darüber im Klaren sein, dass dieser Wert nicht zum Spaß in der Registry vorhanden ist und durch eine eventuelle Dateisystemprüfung Datenverluste vermieden werden können.

Tags zu diesem Beitrag: booten, Bootvorgang, chkdsk, Dateipr?fung, Dateisystemprüfung, Registry, Systemdateiprüfung, Systemneustart, Systemstart, Windows 2000, Windows 7, Windows Server 2008, Windows Vista, Windows XP,

 


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